Weiteres zu Anne Frank »Reinkarnationserinnerung, Reinkarnationsforschung«
(Lorenzo Ravagli, 4/99, S. 97)
Es gibt ein Buch im Fischer Verlag: Anne Frank Spur eines Kindes von Ernst Schnabel, der sich die Mühe gemacht hat, Menschen zu befragen, die Anne Frank noch erlebt haben, u.a. den Vater von Anne. Da wird auf Seite 113 berichtet:
»Herr Frank sagt: Sie ließen uns mehr Zeit, als wir brauchten. Jeder wusste ja, was er mitzunehmen hatte. Es war doch dasselbe Gepäck, wie wir es besprochen hatten für den Fall, dass es brenne [ ]. Einmal kam Anne zu mir, und ich sagte: Nein, das nimmst du nicht mit, aber das kannst du mitnehmen Und sie gehorchte, denn sie war ganz still und gefasst. Sie war nur so niedergeschlagen wie wir alle. Vielleicht war ihre Niedergeschlagenheit daran schuld, dass sie nicht auf den Gedanken kam, eines von ihren Heften einzupacken, die verstreut auf dem Boden lagen. Vielleicht hat sie aber auch geahnt, dass jetzt alles verloren war, alles, und so ging sie hin und her und warf nicht einmal einen Blick auf ihr Tagebuch. Geweint hat niemand. Wir waren nur alle furchtbar niedergeschlagen. Es hat keiner mehr als das Nötigste gesagt «
Nimmt man dazu die Schilderungen von Barbro Karlén, so ergibt sich ein tumultuarisches Geschehen (15 Gesichte aus der Vergangenheit, S. 133). Ich würde trotzdem nicht an der Glaubwürdigkeit der Karlén zweifeln, aber ich würde die berechtigte Frage stellen, ob bei dieser Art der Rückschau, die nicht gewollt durch Schulung sich einstellt, sondern überfallsartig wie ein Alptraum erduldet wird, sich nicht die Ebenen verschieben können? Was ursprünglich seelischer Tumult war, stellt sich dann als tatsächliches Geschehen dar. Ganz ähnlich das Erlebnis des Verbranntwerdens. Eine Ärztin sagte mir, dass Typhus als große Hitze vom Kranken erlebt wird. In diesem Fall keine seelische Hitze, sondern innere Köperhitze, aber auch sie wird in der Rückschau als Hitze im Verbrennungsofen erlebt.
Die vielfältigen Karma-Übungen, die Rudolf Steiner angegeben hat, sind die einzige Möglichkeit, Trugschlüssen nicht zu unterliegen, aber ich befürchte, sie werden kaum geübt, auch von Anthroposophen nicht.
Wiltrud Laue, Bremen
Zustimmung zum Maiheft
»Kosovo: Was wird aus Europa?«
(5/99, Thema)
In aller Kürze möchte ich Ihnen meine große Anerkennung und Zustimmung zum jüngsten Heft mitteilen! Die Beiträge ergänzen einander vorzüglich und ergeben ein sehr umfassendes Bild.
Mit Ihnen bin ich der Hoffnung, dass von Deutschland/Europa Impulse ausgehen, die jenseits von militärischer Sachlogik einer Stimme der Vernunft Gehör verschaffen.
Stefan Hinz, München