Ausgabe 6/99

Inhalt

Leserforum



Brennpunkte

Deutschland 1999. Berliner Republik?
(Klaus B. Harms)

Das Schicksal von Friedensprozessen. Wer den Frieden sucht, lebt gefährlich
(Theo Stepp)



Thema

Gentechnik:
Der achte
Schöpfungstag?


Der achte Schöpfungstag.
Eine Erinnerung an den Roman von Thornton Wilder
(Christoph Göpfert)

Leben verstehen – Leben gestalten?
Wie wirken gentechnische Veränderungen?
(Manfred Schleyer)

Gentechnologie bei Pflanze, Tier und Nahrungsmitteln

(Immo Lünzer)

Ökologische Pflanzenzüchtung mit
Gentechnik? Argumentationsebenen
(Christine Karutz)

Willkür gegenüber der Natur?
Auf der Suche nach der wahren Genetik
(Manfrid Gädeke)

Der Zauberlehrling. Wie kann der
technische Fortschritt gebändigt werden?
(Christoph Strawe)

Der genetische Fingerabdruck.
Schützt der gläserne Mensch vor Verbrechen?
(Götz Bauer)



Essay

Rudolf Steiner, August Weismann
und die Vererbung erworbener Eigenschaften.
100 Jahre »Haeckel und seine Gegner«

(Klaus Frisch)



Tendenzen

Provokante Thesen eines Kriminologen.
Erziehung und Gewalt

(Ute Büchele /Claudia Munz)



Lebensfragen

PC in der Grundschule
(Daniel Wirz)

In die Verantwortung hineinwachsen
(Sibylla Reski)



Feuilleton

Moderne Kunst entsprang in Afrika
(Bernhard Kirchgaesser)

Vorderösterreich – nur die Schwanzfeder des Kaiseradlers?
(Peter Finckh)



Natur & Umwelt

Die Totalitätszone der Sonnenfinsternis am 11.8.1999
(Thomas Schmidt)

Übungen zum »Dynamischen Tierkreis-Zeichnen (III)
– Von Stier zu Zwilling
(Rainer Schnurre)

Die Lärche
(Martin Sinzinger)



Rezensionen

Ingolf Schmidt-Tannwald (Hrsg.):
Gestern »lebensunwert« – heute »unzumutbar«
(Paolo Bavastro)

Werner Schwemmler:
Kosmos, Erde, Mensch –
Vom wahren Wesen der Evolution
(Arne von Kraft)

Wolfgang Held:
Die Sonnenfinsternis am 11. August 1999
(Ute Hallaschka)

Anneke. Zwei Flügel desselben Vogels
(Norbert Zimmering)

John Felstiner:
Paul Celan
(Erika Dühnfort)

Tayfun Begin:
Alexej von Jawlensky
(Wolfgang-Michael Auer)

Heinz Zimmermann:
Grammatik
(Erika Dühnfort)




Forum Anthroposophie

Alanus Hochschule beantragt staatliche Anerkennung
(Michael Opielka)

Was heißt: das Denken beobachten?
(Christoph Lindenberg)



Veranstaltungen

Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen

 

»Beim Blick auf den Menschen und dem Verständnis des Lebens sind wir in Gefahr, im Wirrwarr der genetischen Buchstaben das Ganze aus den Augen zu verlieren. Jeder Mensch trägt seine stofflichen Grenzen in seinen Genen in sich verborgen. Wir sind jedoch aufgerufen, diese Grenzen in Menschen- und Welterkenntnis zu überwinden. Nicht die gentechnische Manipulation des Stoffes kann angesichts der heutigen immensen Unwissenheit unsere Aufgabe sein. Hierbei werden wir nur immer wieder unserer Grenzen bewusst werden. Aus der Erkenntnis des ganzen Menschen, aus unserer Selbst-Erkenntnis, sind wir aufgerufen, uns im Nächsten zu finden. Erst dann werden wir ermessen, was Mensch-Sein bedeuten kann.«

Manfred Schleyer ab Seite 15

»Die moderne Kriminalistik hat ein neues Zaubermittel entdeckt: Jeder Mensch besitzt eine einzigartige, unverwechselbare Kombination von genetischen Strukturen. Deshalb genügt etwas körpereigenes Eiweiß – ein Haar, eine Hautschuppe, etwas Schleim – um ihn aufgrund vergleichender Analysen zu identifizieren. Findet man beim Opfer oder am Tatort eine auswertbare Spur, dann ist das Aufspüren des Täters eine Frage des polizeilichen Einsatzes, z.B. Rasterfahndung oder Massenabgleichtest.«

Götz Bauer auf Seite 53
»Zur Verdeutlichung der Wesenheit des Denkens wollen wir den Versuch machen, einen Begriff vom Geist zu bilden. Es ist dabei höchst gleichgültig, ob dieser Begriff im konventionellen Sinne »richtig« ist. Vielmehr kommt es darauf an, dass er überhaupt ist. Ein Begriff sagt nämlich nichts anderes als das was er ist, er ist etwas.5 Dieses Etwas kann unvollkommen sein, es kann falsch verwendet werden, aber als ein Denken und Gedachtes besteht es für sich. Ich setze (behaupte) also: Geist ist Bewusstsein. Bewusstsein ist wach, wach für ein Gegenüberstehendes.«

Christoph Lindenberg
auf Seite 89

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