Ausgabe 12/99

Inhalt

Leserforum



Brennpunkte

Gesundheitsreform: Briefe gegen den Kahlschlag
(Klaus B. Harms)

Amok: Die Fratze des Bösen
(Klaus B. Harms)

Vor siebzig Jahren: Der Börsencrash von 1929
(Bernhard Steiner)



Thema

Handeln aus
der Zukunft




Am Leiden gereift. Wir Menschen
des zwanzigsten Jahrhunderts

(Johannes W. Schneider)

Die Überwindung der Schule.
Eine Anleitung zur Lösung des gordischen Knotens
(Rüdiger Iwan)

»Mit der Zukunft in Kontakt sein«.
Führungsqualitäten für Zeiten des Wandels.
J. und M. Hartkemeyer im Gespräch mit Joseph Jaworski

Kulturkost statt Naturkost. Von der
Zukunft der Lebensmittelerzeugung

(Christian Hiß)

Es ist ein höherer Freiheitsbegriff
angesagt. Aus einem Gespräch mit
Johannes Stüttgen



Essay

»Ich kenne den lieben Gott noch«.
Von Kindern, Künstlern und dem Paradiese
(Christiane M. von Königslöw)

Farb-Gespräche. Bilder von Christiane Haid
(Christiane Dessauer-Reiners)



Feuilleton

»Ich suche Jakob, um mir seine Leiter zu borgen«.
Herbert Heckmann (25.9.1930-18.10.1999)
(Inge Thöns)

Wie ein Tauwind.
Marginale Nachlese zu Hans Magnus Enzensbergers 70. Geburtstag
(Inge Thöns)

Wege zu einem neuen Museum. Berlin
auf dem Weg ins nächste Jahrtausend

(Matthias Mochner)

»Spiel der Götter«.
Ein Film von Kyentse Norbu
(Ute Hallaschka)



Natur & Umwelt

Planeten: Der Merkur
(Thomas Schmidt)

Übungen zum »Dynamischen Tierkreis-Zeichnen« (VIII + IX).
Von der Waage zum Skorpion. Von Skorpion zu Schütze.

Dezember – Tanne
(Martin Sinzinger)



Forum Anthroposophie

Die Anthroposophie – ein Übungsweg (II)
(Christian Guse)

Weimar
(Bijan Kafi)

Goetheanistische Forschung

Patienten brauchen eine Lobby



Rezensionen

Florian Roder:
Menschwerdung des Menschen
(Valentin Wember)

Hubert Knoblauch:
Berichte aus dem Jenseits
(Georg Dreißig)

Heide Oehms:
Karma-Erkenntnis – Warum?
(Mario Betti)

Reiner Marks (Hrsg.):
Die Oberuferer Weihnachtsspiele …
(Bernhard Heck)



Veranstaltungen

Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen


Zu Beginn
des zwanzigsten Jahrhunderts ist immer mehr der Strom der Kulturtradition versiegt, der das Selbstverständnis des Menschen zuvor getragen hatte. … Der Missbrauch des biologischen und des sozialwissenschaftlichen Denkens schuf ein Klima, in das die beiden machtvollen Gespenster des zwanzigsten Jahrhunderts eingreifen konnten: der Rassenwahn und der Klassenkampfwahn. Deren Macht ist noch keineswegs gebrochen – und kann wohl auch erst überwunden werden, wenn eine neue Art des Denkens bestimmend wird.

Johannes W. Schneider
ab Seite 13
1924,
fünf Jahre nach Eröffnung der ersten Waldorfschule in Stuttgart, soll Rudolf Steiner seine Erfahrungen in der Weise zusammengefasst haben, dass er sagte: »Wir müssen das Ruder ganz nach dem Künstlerischen herumwerfen.« – Also mehr künstlerische Fächer? Wohl kaum. – Mehr künstlerischen Schwung in allen Unterrichtsfächern? Davon kann man nie genug haben. – Und doch, selbst wenn Steiner damals dieser Auslegung seiner Worte noch nicht nahegetreten sein mag: die künstlerischen Bemühungen sollten sich heute auf die Überwindung der institutionellen Grenzen der Schule, auf die Überwindung der »Sonderveranstaltung Lernen« richten. Immerhin, das Bild vom »Herumwerfen des Ruders« weist unmissverständlich auf eine Wende hin, die sich mit einem Winkel unterhalb der 180-Gradgrenze kaum begnügen dürfte.

Rüdiger Iwan ab Seite 22
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