Ausgabe 10/99

Inhalt

Leserforum



Brennpunkte

Was verbirgt der Humanismus?
Gedanken zum Menschenbild der Sloterdijk-Kontroverse

(Jörg Ewertowski)

Der Kampf um die letzten Ressourcen.
Saatgut und Gentechnologie

(Lorenzo Ravagli)

Die SPD in der Krise. Wahldebakel
(Christoph Strawe)



Thema

Architektur und Mensch
Die Zukunft des Bauens


Architektur am Jahrtausendende – am Ende?
(Paulgerd Jesberg)

Porträt 1: bpr Stuttgart
Organisch-lebendige Gestaltungsarbeit
in allen Lebensbereichen

Geistige Energie im Dienste der Individualität.
Bauen in Berlin: Hans Scharoun und die Krankheit unserer Zeit

(Klaus B. Harms)

»Stadt ist mehr als das Zusammenfügen von Baugestalten«.
Interview mit dem Landschaftsarchitekten Raimund Herms
Klaus B. Harms)

Porträt 2: Portusbau Karlsruhe
Architektur soll der Entwicklung des Individuums dienen

Porträt 3: Rau & Partners
Autorität von der Idee aus

Organisches Bauen als ingeniöse Tätigkeit
(Paulgerd Jesberg)


Essay

Die globale soziale Situation am Ende des
20. Jahrhunderts. Das Auftauchen einer globalen dreigliedrigen Gesellschaft

(Jesaiah Ben Aharon)



Tendenzen

Freiheit und Qualität im Gesundheitswesen.
Zur »GKV Gesundheitsreform 2000«

(Karl-Reinhard Kummer)

Furbys auf dem Vormarsch
(Ute Hallaschka)



Feuilleton

Gennadij Ajgi – Dichter der Stille
(Brigitte Espenlaub)

Illusion des Echten.
Eindrücke von der Ausstellung menschlicher Plastinate in Basel
(Sebastian Jüngel)



Natur & Umwelt

Hipparch von Nikaia und die totale Sonnenfinsternis, 129 v.Chr.
(Thomas Schmidt)

Übungen zum »Dynamischen Tierkreis-Zeichnen« (VI) –
Von Löwe zu Jungfrau / Von Jungfrau zu Waage
(Rainer Schnurre)

Die Herbstzeitlose
(Martin Sinzinger)



Forum Anthroposophie

Charis und Charisma.
Ute Hallaschka im Gespräch mit Carina Schmid
über ihre Ziele als Leiterin der Eurythmie an der Goetheanum-Bühne



Rezensionen

Roswitha Quadflieg:
Alles Gute
(Maria Breckwoldt)

Lajos Boros:
Farbthematisierung in der Malerei
(Thomas Wildgruber)

Heinz Georg Häußler:
Das Formgeheimnis Michelangelos
(Thomas Krämer)

Thomas Göbel:
Eurythmie
(Froydis Lutnaes-Mast)

Rolf Dorka u.a. (Hrsg.):
Zum Erstaunen bin ich da. Forschungswege in Goetheanismus und Anthroposophie
(Hans-Joachim Strüh)

Riat Mae Brown:
Galopp ins Glück
(Barbara Messmer)



Veranstaltungen

Hinweise auf aktuelle Veranstaltungen
»Schaut man sich im Zentrum Berlins um, wo ein hemmungsloser Kapitalismus sich fahle Ikonen des Kommerzes in den Himmel baut, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass aus der »Unwirtlichkeit der Städte«, die der Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich 1965 beklagte, heute eine »Unwirklichkeit der Städte« wird, wie der Literaturwissenschaftler Klaus Scherpe schrieb. Sogar Roman Herzog wies darauf hin, als er zur Eröffnung des Potsdamer Platzes im Herbst 1998 anmahnte, eine Stadt bestehe nur zu einem Drittel aus ihren Gebäuden, zu zwei Dritteln aber aus ihren Menschen.«


Klaus B. Harms zum Thema
auf S. 25
»Was ist Stille? »Stille, das ist das Hören Gottes«, sagt der tschuwaschische auf russisch schreibende Dichter Gennadij Ajgi in einem Gespräch mit seinem französischen Übersetzer Leon Robel. In Poesie-als-Schweigen bezeichnet er „Das Schweigen – als »Ort Gottes« (Ort der höchsten schöpferischen Kraft)«.

Brigitte Espenlaub
über Gennadij Ajgi auf S. 79

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