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Aber was
für einen erstaunlichen, schöpferisch-lebensvollen Beginn hatte diese Epoche! Hören wir eine Stimme aus jener Zeit, eine Stimme, die gerade jene schöpferischen Kräfte des Menschen beschwört: Nichts ist wunderbarer als der Mensch »So nahm er [Gott] den Menschen als ein Werk unbestimmter Art auf, stellte ihn in die Mitte der Welt und sprach zu ihm wie folgt:« Dir, Adam, habe ich keinen bestimmten Ort, kein eigenes Aussehen und keinen besonderen Vorzug verliehen, damit du den Ort, das Aussehen und die Vorzüge, die du dir wünschest, nach eigenem Beschluss und Ratschlag dir erwirbst. Die begrenzte Natur der anderen ist in Gesetzen enthalten, die ich vorgeschrieben habe. Von keinen Schranken eingeengt sollst du deine eigene Natur selbst bestimmen nach deinem Willen « Was hier formuliert wird, ist ja nicht weniger und mehr als eine neue »Runde« der Schöpfung. Nach einer solchen verlangte die mündig gewordene Menschheit am Beginn des neuen Zeitalters, und so schrieb sie die alte Schöpfungsgeschichte um. Der, der es tat als Bannerträger einer neuen Zeit, war ein Dreiundzwanzigjähriger: Giovanni Pico della Mirandola, Graf von Concordia (1463-1494). Joachim von Königslöw ab Seite 36 |
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| Wir leben in einer Zeit, in der die Furie des Verschwindens durch die Alleen der Geschichte rast und deren weiten Mantel zerreißt. Die Kunst als besonderes Lebensfeld, auf dem sich die schöpferische Produktivität manifestiert, beginnt in der Neuzeit zu verschwinden, weil der Technebegriff und die Technefertigkeit, die einst das gehütete Privileg der einzelnen Künste waren, in andere Lebensfelder auswandern und in diesen diffundieren. Wir sind nicht nur Schöpfer unserer Bauwerke, Bildnisse, Dichtungen, unserer musikalischen Kompositionen usw., wir sehen uns auch als Schöpfer unserer eigenen freien Moralität: Der Verlust und die Außerkraftsetzung der traditionellen Wert- und Moralvorstellungen, der seit der Aufklärung andauernde Entmythologisierungsprozess, zwingt uns dazu. Lorenzo Ravagli ab Seite 14 |
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